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Eva Meyering

1689 (†)

Eva Hebing erhob 1689 schwere Anschuldigungen gegen ihre Nachbarin, die 17-jährige Eva Meyering aus Marbeck. Sie bezichtigte sie, ihr Vieh verzaubert zu haben. Außerdem behauptete sie, Eva Meyering könnte sich in einen Hund
verwandeln. Darüber, dass Eva Meyering das Vieh verhext hätte, war sich auch die Nachbarschaft einig.
Das Verfahren gegen Eva Meyering verlief jedoch ganz anders, als das gegen Hille Blomers. Wie es die Carolina vorsah, wurde Eva Hebing (!) zunächst in Haft genommen, Eva Meyering jedoch nicht. Der Richter wartete die Weisungen der
Ahauser Beamten ab, die jedoch die Beweise als dürftig bezeichneten. Eva Hebing blieb jedoch in Haft. Ihr wurde auferlegt, Beweise für ihre Anschuldigungen gegen Eva Meyering zu erbringen, was sie aber nicht konnte. Sie blieb
monatelang in Haft, weil sie zu arm war, um eine Geldstrafe zahlen zu können.. Die Haft zehrte sehr an ihr. Sie wurde schließlich auf Gnadengesuch ihres Defensors, dem ein Gutachten eines Pfarrers beigefügt war, entlassen.

Quelle: Marlelies Saatkamp, Bekandt daß sie ein Zaubersche were, Vreden 1993