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Hille Blomers

1609 (†)

Hille Blomers war Hebamme und lebte in Marbeck.
Allein sechs Frauen mussten sterben, weil Heinrich Obertz seine Nachbarin Hille Blomers der Hexerei beschuldigte. Sie wurde von ihm als Zauberin beschimpft. Sie habe ihn so verhext, dass ihm Haare und Fingernägel ausfielen. Weitere Bewohner Marbecks stimmten in die Vorwürfe ein, so dass Hille vor das Gericht in Ahaus gezogen wurde.
Während Blomers bei einer ersten Vernehmung noch alles abstritt, folterte man sie bis sie alles gestand, was man ihr vorwerfen konnte. Unter unermesslichen Qualen gestand sie, mit dem Teufel „gebuhlt“ zu haben. Sie habe die Zauberei von der „grote Grete“ aus Borken gelernt, worauf diese verhaftet und gefoltert wurde.

Die „grote Grete“ wurde am 29. 12. 1608 enthauptet, drei weitere Frauen, die von der „grote Grete“ beschuldigt wurden,
wurden am 8. Januar 1609 auf dem Lünsberg bei Borken verbrannt. Ihren Prozess, der sich dem außergerichtlichen
Verfahren angeschlossen hätte, erlebte Hille Blomers nicht mehr.
Sie starb im Februar 1609 an den Folgen der Folter und der Haft in Ahaus.

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