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Schwester Maria van der Linde

Kämpferin für Würde und Rechte der Armen, Frauen und Kinder in Peru

1943 - heute

Für die Würde und die Rechte der Armen zu kämpfen ist ihr Lebensziel und dabei hat sie die Frauen und die Kinder besonders im Blick. Mit drei Mitschwestern lebt sie in einem Armenviertel in Lima/Peru und engagiert sich dort jeden Tag für ihre Lebensaufgabe. Geboren wurde die Missionsschwester vom Heiligsten Herzen Jesu 1943 in Gemenwirthe. Nach dem Besuch der Volksschule und der Klosterschule der Missionsschwestern in Hiltrup ging sie nach Italien und absolvierte ein Haushaltsjahr in einer Familie. 1963 trat sie in den Orden ein. 1967 kam sie zum ersten Mal nach Peru, im Arbeiterkrankenhaus in Lima begann ihre Ausbildung als Krankenschwester. Armut, prekäre Lebensbedingungen, Tuberkulose – das war die Realität, die Schwester Maria in Peru in den ersten Jahren erlebte. 

  • Gemeinsam gegen Ungerechtigkeit und Korruption
  • Pilger der Hoffnung für unsere Brüder und Schwestern mit Tuberkulose
  • Soziale Teilnahme und Bürgerrechte
  • Respektierung der Menschenrechte
  • Recht auf Gesundheit
  • Förderung der Menschlichkeit

Schwester Maria setzte sich große Ziele und vertraute auf Gott, der ihr die nötige Kraft geben würde. AFEDEPROM Comas heißt die von ihr initiierte Organisation, die sich seit über 50 Jahren für die Würde und Bildung der Frauen einsetzt. „Du hast mein Leben besser gemacht“ sagen ihr die Frauen, deren Schutz und deren Förderung ihr ein Herzensanliegen ist. Mit einer Suppenküche fing es an. Dann entdeckten die Frauen ihre Fähigkeiten, lernten lesen und schreiben, unterstützten sich gegenseitig, setzten sich mit politischen und sozialen Themen auseinander, gewannen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, kämpften gemeinsam gegen Armut und Rechtlosigkeit, Ungerechtigkeit und Korruption. 

Sr. Maria van der Linde

Als Krankenschwester und Gesundheitsexpertin sind ihr Rat und ihre Ideen auch beim Kampf gegen die Tuberkulose, das Denguefieber und viele andere Krankheiten gefragt. Ihre Kompetenz und ihre Einsatzbereitschaft schätzen Regierungsorganisationen und die Bischöfe in Peru. Das staatliche Gesundheitssystem, bei dem Schwester Maria als Angestellte arbeitete, gab ihr den Auftrag, das Tuberkulosen-Programm in den 40 Gesundheitszentren in Lima Norte zu koordinieren.


1990 beauftragte die Bischofskonferenz Schwester Maria, die Gesundheitspastorale zu organisieren, die sich um die ganzheitliche Gesundheit der Menschen sorgt. 2019 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. „Ich bin dankbar dafür, wohin Gott mich geführt hat“ erzählt sie. Ein Leben ohne die Menschen in Peru, die ihr vertrauen und auf sie bauen, kann sie sich nicht mehr vorstellen. Schwester Maria ist ein Beispiel dafür, was eine einzelne Frau mit einem Ziel bewirken kann.

Quellen: Persönliches Gespräch mit Schwester Maria van der Linde im Sommer 2025