Mit Google Translate kann diese Webseite in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Webseitenbetreiber hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".
Um die Sprachwahl nutzen zu können, müssen Sie zunächst das Laden von externen Komponenten erlauben.
Sie hat unser Bild von Landfrauen und Bäuerinnen gründlich auf den Kopf gestellt und dafür gesorgt, dass der Beruf der Landfrau ein ganz neues Image bekam. Auch mit über 85 Jahren ist Hedwig Keppelhoff-Wiechert noch immer engagiert in ihrer Lebensaufgabe, denn „wir müssen die Weichen für eine Zukunft stellen, in der sich der Landfrauenverband gleichermaßen für die Belange von Bäuerinnen und Frauen anderer Berufsgruppen im ländlichen Raum stark macht.“
Hedwig Keppelhoff-Wiechert war immer Pionierin, ideenreich, durchsetzungsstark, furchtlos und offen für alles, was sie auf ihrem Weg weiterbringen konnte. In all ihren vielfältigen Engagements gewann sie schnell den Respekt und die Achtung
der Männer, die erkannten: Hier ist eine Frau mit klaren Zielen, klarer Meinung und profundem Wissen. Für ihren jahrzehntelangen Einsatz erhielt Hedwig Keppelhoff-Wiechert viele Auszeichnungen und Ehrungen, von der Goldenen
Biene bis zur Schorlemmer-Plakette, von der Goldenen Plakette der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe und der
Fraktionsmedaille der Europäischen Volkspartei bis zum Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Geboren wurde Hedwig Keppelhoff-Wiechert 1939 in Südlohn, von der Kindheit an war sie vertraut mit dem Leben im ländlichen Raum. Nach der Schulzeit erlernte sie den Beruf der Hauswirtschaftsmeisterin. 1970 wurde die Ortsvorsitzende der Landfrauen Velen und 1973 Kreisvorsitzende der Landfrauen Borken. 1976 wurde Hedwig
Keppelhoff-Wiechert in den Landesvorstand gewählt. Sie machte sich durch ihre ideenreiche und erfolgreiche Arbeit einen Namen als profilierte Vertreterin der Interessen der Frauen im ländlichen Raum, so dass schnell weitere Ämter folgten:
Als Europa-Abgeordnete war sie Mitglied in verschiedenen Ausschüssen, in berufsständischen landwirtschaftlichen Organisationen in der Europäischen Union, immer hatten die Landfrauen in dieser Zeit in ihr eine kompetente und beherzte Fürsprecherin. Die eigenständige soziale Sicherung der Bäuerinnen, die Rente für Bäuerinnen, die Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit – das waren Anliegen, für die sie sich mit viel Energie und Überzeugung einsetzte. Frauen auf dem Lande, Bäuerinnen sollten auch ein eigenes Einkommen erwirtschaften können – so entstanden viele gute Ideen wie der Urlaub auf dem Bauernhof, der ihr ein Herzensanliegen wurde.
Hedwig Keppelhoff-Wiechert war immer ihrer Zeit voraus. Sie erkannte die Notwendigkeit der Öffentlichkeitsarbeit für
die Landschaft. Sie förderte die Kommunikation mit den Verbrauchern und setzte sich für agrarpolitische Arbeitskreise für Bäuerinnen ein. Ein großes und bedeutendes Lebenswerk – aber zur Ruhe setzen will sich Hedwig Keppelhoff-Wiechert noch nicht. Heute lebt sie verwitwet mit der Familie ihres Sohnes in Velen und ist offen, wach und gesprächsbereit für die Anliegen der Zeit, die auch vor dem ländlichen Raum nicht haltmacht.
Quellen: Persönliches Gespräch mit Hedwig Keppelhoff-Wiechert im Sommer 2025